Schon seit den siebziger Jahren werden Wärmepumpen zur Warmwasserbereitung in Einfamilienhäusern eingesetzt. Dabei wurde die Technik in den letzten Jahren immer weiter entwickelt. Moderne Brauchwasser-Wärmepumpen sind platzsparend und sehr effizient.
Energie in der Luft erwärmt das Wasser
Das Gerät benötigt Umweltenergie oder Abwärme für Warmwasserbereitung. Diese Energie entzieht die Warmwasser-Wärmepumpe der Luft des Aufstellraumes. Geeignet sind Keller-, Heizungs-, Vorrats- oder Nebenräume, die mindestens 6 m² groß.
Einfache Installation – geringe Anschaffungskosten
Ein weiterer Vorteil des Systems ist seine einfache Installation. Die Brauchwasser-Wärmepumpe wird im Keller oder Hauswirtschaftsraum aufgestellt und mit den Wasserrohren verbunden. Bei einer Solaranlage dagegen, müssen im Vorfeld noch Kollektoren auf dem Dach montiert werden. Damit hat eine Wärmepumpe geringere Anschaffungskosten zur Folge. Während eine Solaranlage zwischen 4.000 und 5.000 Euro kosten kann, ist eine Brauchwasser-Wärmepumpe bereits mit 2.000 Euro bezahlt. Das System ist sofort einsatzbereit. Es müssen keine Leitungen durch das Dach gezogen werden und das System braucht nicht wesentlich mehr Energie als ein handelsüblicher Kühlschrank.
Minimaler Stromverbrauch
Das größte Argument ist jedoch, dass eine Brauchwasser-Wärmepumpe einen sehr geringen Strombedarf hat. Die Brauchwasser-Wärmepumpe benötigt für einen 4-Personen-Haushalt ab 80 Euro im Jahr (diese Kosten sind abhängig von den Entnahmegewohnheiten und dem Stromtarif), um das Wasser in einem 4-Personen-Haushalt aufzubereiten. Zum Vergleich: Ein Fernseher im Standby-Betrieb verbraucht teilweise schon mal 20 Euro im Jahr. Damit stellt ein solches System eine echte Alternative zur Solaranlage dar.
Kombination mit älteren Systemen möglich
Gerade bei älteren Gebäuden kann diese Art der Wärmepumpe eine Alternative zur kompletten Heizungssanierung sein. Dies bietet sich besonders an, wenn der Heizungskessel erst vor einigen Jahren ausgetauscht wurde und Heizkörper statt einer Fußbodenheizung das Haus erwärmen. In diesem Fall kann der Heizkessel in der kalten Jahreszeit die benötigte Wärme im Haus bereitstellen und die Wärmepumpe übernimmt die ganzjährige Versorgung mit Warmwasser.